Kennzahlenvergleich Trinkwasserversorgung Sachsen-Anhalt

Fünfte Runde abgeschlossen

Trotz extremer Trockenheit beste Trinkwasserqualität in Sachsen-Anhalt gewährleistet – Investitionen in Leitungsnetze stehen an

Zum bereits fünften Mal wurde der Kennzahlenvergleich Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt durchgeführt. In diesem freiwilligen Vergleich werden für die teilnehmenden Wasserversorger auf Landesebene wichtige Kennzahlen erhoben und so ein Benchmarking für die Beteiligten erreicht. Im aktuellen Vergleich, für den das Erhebungsjahr 2018 diente, haben 19 Versorger teilgenommen, die gemeinsam fast eine Million Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter mit sauberem Trinkwasser versorgen und in der Abgabemenge etwa 50 Prozent des gesamten Gebrauchs im Land repräsentieren.

Die außergewöhnlich hohen Temperaturen und Trockenheit im Sommer 2018 stellten die Wasserversorger aus Sachsen-Anhalt vor großen Herausforderungen. Der damit einhergehende hohe Wasserbedarf führte dazu, dass in einigen Fällen neue Spitzenwerte bei der Trinkwasserabgabe erreicht wurden. Trotz extremen Versorgungssituationen zeigte sich die Versorgungssicherheit und -qualität ausnahmslos auf einem hohen Niveau.

Die Teilnehmer des Kennzahlenvergleichs waren sich einig, dass die Wasserversorgung in Sachsen-Anhalt generationenübergreifend auf sehr hohem Niveau betrieben und für die Bürger bezahlbar bleiben soll. In diesem Zusammenhang stehen die Unternehmen bereits vor zwei großen Herausforderungen, die die nächsten Jahre stark prägen werden. Die erste Herausforderung ist die Finanzierung der verschiedenen Anlagenkosten. Die zweite Herausforderung ist die Effektivität von Reinvestitionen bzw. ein nachhaltig optimaler Mitteleinsatz für Rehabilitationsmaßnahmen.

Der vorgelegte Kennzahlenvergleich kann dabei helfen, ist Benchmarking doch das Kernelement der Modernisierungsstrategie der deutschen Wasserwirtschaft und wird als Identifizierungsprozess zum Kennenlernen und zu Übernahme erprobter Instrumente, Methoden und Prozesse von dem als Bestwert identifizierten Benchmarking-Partner definiert. Unternehmen messen sich kontinuierlich an den Best-Practice-Ansätzen, um die eigene Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern und von anderen Projektbeteiligten zu lernen.

Das unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerin Prof. Dr. Dalbert von den Spitzenverbänden der Wasserwirtschaft in Sachsen-Anhalt gemeinsam getragene Projekt wird seit dem Jahr 2011 im etablierten Zweijahresrhythmus fortgeführt. Auch in der fünften Projektrunde wurde sichergestellt, dass die Erhebungssystematik den etablierten Anforderungen der Wasserwirtschaft und den bereits gemachten Erfahrungen aus den landesweiten Projekten in Niedersachsen, Brandenburg sowie Sachsen entspricht. Das entwickelte Hauptkennzahlensystem gemäß dem Regelwerk Technischer Hinweis – Merkblatt DVGW W 1100-2 (M) ist in größerem Umfang die Basis für das aktuelle Projekt und dient der Darstellung auf bundesweiter Ebene.

Um den Projektbeteiligten eine genaue Analyse ihrer eigenen Position zu ermöglichen, hat jeder Teilnehmer einen für sein Unternehmen individuell ausgearbeiteten Bericht zur Verfügung gestellt bekommen, in dem insgesamt über 100 Kennzahlen für sich und im Zusammenhang ausgewertet waren. Darüber hinaus erhielten die Wiederholungsteilnehmer entsprechende Mehrjahresauswertungen.

Den öffentlichen Projektbericht finden Sie hier.